Pflegeplanung und -dokumentation sind wichtige Bestandteile der Arbeit der Pflegefachkräfte

 

 

Absolventen der Pflege-Akademie Arnstadt

Aktuell verließen am 31.08.2016 11 Absolventen des Kurses AP IV (2013) die Private Pflege-Akademie Arnstadt. Jeder Absolvent trat zum 01.09.2016 in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit als Pflegefachkraft ein, regelmäßig im vorherigen Ausbildungsbetrieb. Somit blieben alle Absolventen in der Region Mittel-/Südthüringen, größtenteils Arnstadt/Ilmenau, was die regionale Verflechtung der Privaten Pflege-Akademie Arnstadt mit den lokalen Pflegediensten, stationär und ambulant, unterstreicht. Es erfüllt alle Beteiligten mit Stolz, dass so ein wertvoller Beitrag zum Unterbinden von Abwanderungen hier benötigter Fachkräfte geleistet werden kann.

Pressemitteilung des ersten Absolventenjahrgangs:

Petra Kukuk (li.) überreicht hier die Zeugnisse an Sandra Günther, Petra Grünheid, Ines Großmann und Manuela Giese. Foto: Hans-Peter Stadermann
Petra Kukuk (li.) überreicht hier die Zeugnisse an Sandra Günther, Petra Grünheid, Ines Großmann und Manuela Giese. Foto: Hans-Peter Stadermann

Eine Erfolgsgeschichte wurde gestern Nachmittag im Rathaus gefeiert. Die Mitarbeiter der privaten Pflege-Akademie Arnstadt verabschiedeten den ersten Jahrgang frisch ausgebildeter Altenpfleger. Vor drei Jahren begann Altenpflegerausbildung an der Pflegeakademie, gestern gab es die ersten Abschlusszeugnisse.
"Alle Absolventen haben bereits einen Job", freute sich Beatrice Ströhl, die Chefin der Agentur für Arbeit Erfurt. Dass sie die Zeugnisausgabe besuchte, hatte einen guten Grund. Denn nur zwei der 19 Absolventen absolvierten eine Erstausbildung. Alle anderen hatten zuvor andere Berufe erlernt und schulten um.

Die Agentur für Arbeit gewährte dafür Zuschüsse und wird dies laut Ströhl auch weiterhin tun. Denn das Gesundheits- und Sozialwesen sei eine Wachstumsbranche, wo dringend Fachkräfte gebraucht werden. Es werde immer schwerer, freie Stellen zu besetzen, so ihre Erfahrung. Daher sei es gut, dass neu ausgebildet werde.

Auch Petra Kukuk, die Schulleiterin der Pflege-Akademie, war sehr stolz auf ihren ersten Absolventenjahrgang. Ein großes Dankeschön sprach sie aber nicht nur den Frauen aus, die sich mit zum Teil 45 Jahren noch einmal auf die Schulbank gesetzt haben. Auch die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks Altenpflegeausbildung Arnstadt sei brillant gewesen. Den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolvierten die Frauen in Seniorenheimen und bei ambulanten Pflegediensten.

Stellvertretend für alle Partner berichteten zur Zeugnisausgabe Christiane Eichler, Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbandes, und Alexander Münzel, Geschäftsführer der Se- niorenwohnpark Dorotheental AG, von ihren Erfahrungen. Sie haben es nicht bereut, gemeinsam mit der Pflege-Akademie die Lehrlinge auf ihrem Weg in den Berufsalltag begleitet zu haben. Im Gegenteil: Sie haben neue Mitarbeiter gewonnen und engagieren sich nun auch bei den Folgejahrgängen.

Kritik äußerte Petra Kukuk aber doch. So müssten bürokratische Hürden fallen, um mehr Interessierten den Zugang zu Pflegeberufen zu öffnen. Auch hält sie nichts von den Plänen, die Kranken- und Altenpflegerausbildung zusammenzufassen. Darüber diskutierte sie schon oft mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski , der erneut versprach, am Thema dranzubleiben.
Britt Mandler / 15.08.13 / TA